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Bachata Bachata Influence Foundation / Basics Connection / Partnerwork Musicality

Manuel.

Du bist als Tänzer die Summe aller Konzepte, die du verstanden hast und umsetzen kannst.

Tanzt seit 2017
Unterrichtet seit 2022
Bei Bachatasaar Stamm
Manuel mit Manuel + Nergiz — Trainer-Konstellation bei Bachatasaar

Vorläufiges Konstellationsfoto · Solo-Portrait folgt

2017
Mit dem Tanzen begonnen
2022
Im Unterricht
4
Spezialgebiete
Bachatasaar.
Stamm
01
Anfang

Wie alles anfing.

Mein Tanzen hat 2017 angefangen. Damals hab ich relativ viel gearbeitet und sonntags meistens mein Bürozeug gemacht. An der Berliner Promenade hab ich gewohnt, und sonntagabends war unten an der Promenade immer „Salsa am Fluss“. Meine Wohnung lag genau obendrüber, die Tür immer offen, damit im Sommer gute Luft reinkommt. Die Party ist mir wahnsinnig auf die Nerven gegangen, weil das saumäßig laut war da oben. Über viele Sonntage hab ich diese Musik gehört und konnte absolut nichts damit anfangen.

Irgendwann hab ich’s ein bisschen mehr wahrgenommen, weil ich ab und zu unten Essen geholt hab und da viele Leute draußen am Tanzen waren. Auch das war für mich eigentlich nichts. Mal cool zum Zuschauen, aber nichts, womit ich wirklich was anfangen konnte. Die Musik war einfach nicht mein Thema.

Irgendwann stand ich rauchend draußen auf dem Balkon, und dann kam ein Song. Ein Remix von Ed Sheeran, „Photograph“. Ich hab gedacht: „Irgendwas ist mit dem Song komisch, aber er hört sich voll gut an.“ Besser als das Original. Dann hab ich ihn geshazamed, bin auf YouTube gekommen, und das erste Video, das ich gesehen hab, war Daniel und Désirée, die zu „Despacito“ tanzen. Nicht die Bachata-Version, sondern zum Originallied. Auf dem Handy hab ich mir das angeschaut, während ich draußen stand. Aufs Handy geschaut, nach unten geschaut, aufs Handy geschaut und wieder nach unten geschaut und gedacht: „Wow, das da unten, darauf hab ich keinen Bock. Aber das auf meinem Handy, das find ich cool. Wie komm ich da hin?“

Dann hab ich geschaut: Bachata Sensual. Cubaila bot Bachata Sensual an, damals mit Chalit. Ich wollte da mitmachen, musste aber erst in den Bachata-Anfängerkurs, bevor ich in den Sensual-Kurs durfte. Der Inhaber meinte damals: „Nee, du musst erst diesen Bachata-Dominicana-Kurs machen, bevor du dahin kommst.“ Da hab ich echt lang gekotzt, weil mir das gar keinen Bock gemacht hat. Teilweise fand ich das wirklich total dumm von den Bewegungen. Ich kam mir vor wie ein Idiot. Aber ich hatte ein Ziel vor Augen, und ich war immer schon ein bisschen engstirnig, was das angeht. Also hab ich mich durchgekämpft, bis ich in diesem Sensual-Kurs war.

Das Ding war: ich hab damals schon gemerkt, dass ich irgendwie nicht so ganz reinpasse. Trotzdem hab ich eine längere Zeit getanzt. Aus früheren Zeiten kannte ich noch ein bisschen Hip-Hop. Mit sechzehn hatte ich ein Jahr in der Kufa bei „Hip-Hop Holiday“ mitgemacht, einfach drauflos. Jede Woche, jede Woche in irgendeinem Battle, aber nichts wirklich Sinnvolles gelernt. Ein paar Footwork-Moves hatte ich aber. Die hab ich dann bei Bachata eingebaut, das fand ich ganz cool. Der Trainer hat damals gemeint: „Hör auf mit dem Scheiß, das ist kein Bachata.“ Da hab ich die Lust verloren zu tanzen. Wenn ich mich nicht ausdrücken konnte, war das nicht meins. Drei Monate hab ich quasi nichts gemacht, dann bin ich irgendwie doch wieder dort gelandet.

So hat das Ganze gestartet. Dann kam Corona, dann war Pause, und gegen Ende haben wir dann angefangen, ein bisschen zu trainieren. Ab da hat sich das Ganze extrem entwickelt. Stück für Stück, Jahr für Jahr und mit System. Und heute sind wir da, wo wir sind.

02
Mein Stil

Bachata Influence.

Bachata Influence. Punkt. Als Manuel & Nergiz unterrichten wir bei Bachatasaar natürlich auch einfach Bachata. Früher hätte man das wahrscheinlich „Bachata Moderna“ genannt. Heutzutage würd ich sagen, ist es einfach nur Bachata.

Warum? Weil das die Basis für alles ist. Für alles, was wir in Bachata Influence machen, und genauso die Basis von dem, was alle anderen in Bachata Sensual tun. Du brauchst diese Basic Bachata Patterns, Movements, Schritte, Gewichtsverlagerungen, Basic Elemente. Darauf baut heutzutage alles auf. Außer den traditionellen Bachata-Styles, die haben nochmal ein etwas anderes System dahinter. Alles, was mit Partnerwork, Movement und solchen Konstrukten zu tun hat, basiert darauf. Also jeglicher Fusion Style, ob Sensual, Bachata Zouk oder Influence.

Deswegen unterrichten wir es immer. Weil es das Allerwichtigste ist und die wichtigsten Grundlagen sind. Egal, was du als Tänzer später bist: das ist die Grundlage für alles. Darauf haben wir uns eigentlich weltweit geeinigt, deswegen ist es unglaublich wichtig.

Wir nennen die entsprechenden Kurse natürlich Anfänger- oder Einsteigerkurse, aber im Endeffekt ist das die Idee davon. Vor allem der „Social Dance Basics“-Kurs ist genau dafür da: eine Grundlage, mit der du weltweit auf jede Party gehen und mit allen Leuten tanzen kannst. Wenn’s nicht grade die super traditionellen dominikanischen Partys sind. Aber diese sind auch echt rar geworden. Mit dieser Grundlage kommst du auf neunundneunzig Prozent aller Partys klar, vor allem auf größeren Partys und Festivals weltweit.

Und dann Bachata Influence. Das ist Bachata, das durch andere Bereiche und Stile beeinflusst wird. Mir als Tänzer gibt das die Möglichkeit, mich viel mehr auszudrücken. Ich kann Hip-Hop-Elemente einbauen, Tango oder was auch immer. Worauf wir setzen, ist eine super tiefe Connection in Bachata mit dem Tanzpartner. Das ist superwichtig für mich, weil ich nicht der Mensch bin, der Bock auf Show-off hat. Sechs Stunden Social zu tanzen, als wär’s eine Jack and Jill Competition, immer nur „Hauptsache mehr, mehr, mehr“. Das ist nicht so meins. Ich bin eher der Typ, der auf eine tiefe Connection setzt.

Deswegen Bachata Influence: Bachata Basis, Kizomba Connection und Salsa Speed. Das ist die Idee. Durch die Toolbox, die wir nutzen, kann ich mich als Tänzer viel mehr ausdrücken. Das gibt mir sehr viel Freiheit, meinen Tanz individuell zu gestalten.

Bachata Basis, Kizomba Connection und Salsa Speed.

03
Im Unterricht

Worauf ich Wert lege.

Im Unterricht leg ich ganz besonders Wert auf Technik. Mein Gedanke: hey, auch wenn du’s jetzt vielleicht nicht direkt umsetzen kannst. Wenigstens hast du’s verstanden und kannst es für dich nutzen, wenn du möchtest. Damals hatte ich nämlich einen Informationsmangel. Heutzutage ist das vielleicht ein bisschen anders, mit Social Media und dem ganzen Content. Aber gestartet bin ich mit einem Informationsmangel und musste mir unfassbar schwierig alles zusammensuchen, was geht. Stundenlang hab ich jedes YouTube-Video durchforstet, alles, was ich irgendwo gefunden hab zum Thema „wie kann ich besser Bachata tanzen“. Wir waren in einem Informationsdefizit.

Heutzutage hast du einen Informationsüberfluss und musst echt aufpassen, von wem und wie du Informationen konsumierst, weil da mittlerweile auch echt ein Haufen Mist dabei ist. Aber für mich sind Grundwerte und Technik das Allerwichtigste. Mein Antrieb: ich will nicht, dass du einen Informationsmangel hast, und ich will dir immer das Beste geben. Auch wenn du es vielleicht nicht direkt umsetzen kannst: wenn du aus der Stunde rausgehst und verstanden hast, um was es geht und wie’s funktioniert, dann kannst du das, wenn du willst, mit etwas Übung umsetzen.

Das Schlimmste, was ich finde, ist, wenn du die Technik dahinter nicht verstehst. Denn dann kannst du dir selbst nicht helfen. Deshalb will ich die Leute empowern, unsere Teilnehmer empowern, sich quasi selbst zu helfen. Natürlich ist mein Ziel, dass wir den Teilnehmern von Anfang an alles gut und richtig beibringen. Aber mein eigentliches Ziel als Trainer ist, irgendwann überflüssig zu sein. Dass die Teilnehmer irgendwann so weit sind, dass sie irgendein YouTube-Video schauen oder einen Move auf Instagram sehen und den direkt umsetzen können. Nicht, weil sie die Bewegung einfach kopieren, sondern weil sie die Technik dahinter verstehen, wissen, wie das funktioniert, wissen, was Führen und Folgen ausmacht, was das Konzept dahinter ist, und sich das dann quasi selbst erklären und helfen können. Das ist mein Ziel: dass die Schüler irgendwann unabhängig von mir sind.

Mein eigentliches Ziel als Trainer ist, irgendwann überflüssig zu sein.

04
Für wen

Mein Unterricht ist für dich, wenn …

Mein Unterricht ist auf jeden Fall gemacht für Leute, die verstehen wollen. Den tieferen Sinn, die Technik dahinter, die Konzepte hinter Bachata. Wer wirklich ein Verständnis dafür haben will, ist bei mir richtig.

Mein Unterricht ist definitiv nicht für jemanden, der einfach nur einen Short Win sucht. Also jemand, der einfach irgendwie drei oder vier Achter Choreografie in einem Kurs schnell lernen will, oder schnell ein paar Mal machen will, und eigentlich nur primär Spaß als Antrieb hat, ist bei mir nicht gut aufgehoben. Es muss auf jeden Fall ein Lern- und Fortschrittsintent dahinterstehen, sonst macht der Kurs für den Schüler keinen Sinn und er ist in anderen Kursen definitiv besser aufgehoben.

Wenn du also so einen Short Win suchst, irgendwie drei, vier, fünf Achter, am besten choreografiert, wenig Technik: dann ist das nix für dich. Und dann frag mich aber auch bitte nicht im Social, warum die Figur nicht funktioniert. Sei dann bitte auch nicht jemand, der im Social irgendeinem Follower erzählt: „du musst das so oder so machen“. Vielleicht liegt’s auch an dir.

Was du bei mir mitnimmst

Da würde ich lieber meine Schüler fragen.

05
Erinnerung

Eine, die hängenbleibt.

Es gibt da ein paar. Über einzelne Leute will ich jetzt nicht reden, aber den einen oder anderen gibt es auf jeden Fall. Manche sind leider nicht mehr bei uns.

Da fällt mir besonders ein Mensch ein. Jemand, der bei uns angefangen hat als sehr introvertiert, in sich gekehrt, mit wenig sozialen Kontakten. Irgendwann allein auf Events gefahren, allein auf Festivals, einfach nur um zu tanzen. Viele Leute außenrum haben vielleicht gedacht: „Krass, der Ausdruck beim Tanzen ist ein bisschen komisch.“ Ich dachte immer: wow.

Von so in sich gekehrt zu jemandem, der sagt: ich kann mich wirklich körperlich ausdrücken, ich kann mich bewegen, und ich scheiß ehrlich drauf, was irgendwer von mir denkt. Ich mach einfach, was ich fühle. Das fand ich schon immer krass inspirierend. Das fand ich immer echt cool.

Da gibt’s die ein oder andere Story, aber die erzähl ich in einem anderen Kontext mal.

06
Mein Weg

Wie aus Tanzen Unterrichten wurde.

Seit wann ich tanze? Seit 2017, seit die mich echt genervt haben an der Berliner Promenade mit ihren Salsa-am-Fluss-Partys. Seit wann ich unterrichte? Das hat nach Corona angefangen, müsste 2022 gewesen sein.

Wir wollten ja sowas von nicht unterrichten. Ich wollte nicht mehr unterrichten, und Nergiz wollte nicht mehr unterrichten. Wir wollten eigentlich nur für uns tanzen. Und dann sind wir da irgendwie reingerutscht. Richard Hinsberger meinte damals: „Ey, könnt ihr mich freitags vertreten? Eine Stunde Bachata und Salsa.“ Klar, wir haben auch Salsa getanzt damals. Wir wollten eigentlich nicht, aber wir haben dann freitags einmal eine Stunde vertreten. Und er ist gefühlt nie wiedergekommen. Danach hatten wir ihn echt ein paar Monate vertreten.

Dann sind wir irgendwie weitergegangen ins Tanzstudio Fortuna. Aus den zwei, drei Monaten „Tanzschule Richard Hinsberger“ wurde: „Okay, wir machen jetzt mal vorübergehend die Freitage“, dann „Eigentlich kommen, wir lassen’s und tanzen für uns“, dann „Wollt ihr das nicht bei uns im Tanzstudio Fortuna machen?“. Und darüber haben wir irgendwie Bachatasaar gestartet, zu dem, was es jetzt ist: unser eigenes Bachatasaar-Studio, unser eigener Bachata-Hub, unser eigener Bachata-Standort.

Das ist schon eine relativ verrückte Reise gewesen, mit vielen Zufällen. Nergiz meinte letztens, das sollte passieren. Weil wir so oft was nicht wollten und es dann doch gemacht haben, weil es grad in der Situation war. Wir hatten ja nie den Intent, sowas zu machen. Hätte man mich vor drei Jahren gefragt, ob wir mal eine der größten Tanzschulen hier eröffnen, hätte ich gesagt: „Auf gar keinen Fall. Nein, danke.“ Und ja, da ist man halt irgendwie so reingerutscht.

Wir wollten ja sowas von nicht unterrichten.

07
Achievements

Was zählt.

Meine Achievements. Also, worauf bin ich denn ganz stolz? Mir fällt es immer schwer, auf etwas zu zeigen und zu sagen: „wow, das ist mein Achievement.“ Ich schau lieber nach vorne und versuche zu sehen, wo die Reise hingeht.

Rückwirkend, wenn ich es bewerten will: es war ein glücklicher Zufall, Melvin & Gatica früh getroffen und bei ihnen Privatstunden genommen zu haben. Die haben mir mit ganz spezifischen Inputs, wirklich mit einem Satz oder drei Worten, über Jahre hinweg Sachen mitgegeben, die mich heute noch prägen. Dass das passiert ist, war auf jeden Fall wichtig.

Und allgemein der Weg zu Bachata Influence: dass wir da gelandet sind. In unserer Bachata-Stilreise hat sich das sehr natürlich eingefügt. Aber es hat meinen Horizont als Tänzer extrem erweitert. Auch die erste Influence Academy hat mich persönlich sehr weitergebracht.

Und dann die letzten zwei Jahre: wir sind viel unterwegs, in sehr vielen Städten, auf sehr vielen Events, und unterrichten dort. Das hat mich als Persönlichkeit auf jeden Fall nochmal geprägt. Ich merk, wie es meinen Charakter beeinflusst hat, sich jedes Wochenende in eine andere Community einzufügen, jede Woche neue Menschen kennenzulernen und zu connecten. Das ist natürlich ein Riesending. Bei den ersten großen Demos vor, weiß ich nicht, hundert Handykameras und einem Kameramann gab’s von außen einen Druck, der sich anfühlte, als würde er mich einschränken.

Jetzt, nach all der Zeit, komme ich dem immer näher, wieder so zu tanzen, wie ich es auch sonst tue. Mich wirklich frei zu fühlen. Nicht in diesem Spotlight gefangen zu sein. Freier umzugehen mit den Energien, die in so einem Raum auf einem lasten können, im positiven wie im negativen Sinn. Und mich da immer weiter zu entwickeln.

08
Inspiration

Was mich antreibt.

Wer oder was mich inspiriert? Ich glaube, ich habe nichts, was mich so wirklich fest inspiriert. Also nicht so wie ein „creative Mentor“. Irgendwie inspiriert mich viel.

Mittlerweile inspiriert mich so ziemlich alles an Kunst. Mich inspirieren Menschen in ganz anderen Bereichen außerhalb vom Tanzen. Aber so ganz speziell hab ich nichts, was mich inspiriert.

Was mir gerade einfällt, was mich wirklich inspiriert: künstliche Intelligenz. Das finde ich komplett verrückt. Aber gerade auf Kunstebene weiß ich nichts Spezielles. Also irgendwie alles und nichts.

Du bist als Tänzer die Summe aller Konzepte, die du verstanden hast und umsetzen kannst. Denn runtergebrochen besteht Tanz aus ganz, ganz vielen Konzepten. Biomechanischen Konzepten, und vielen anderen.

— Manuel, im Studio

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